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Talentauswahl & Talentförderung Drucken

Talent - Was ist das? Ist mein Kind ein Talent oder ist es nur im Moment für seine Altersklasse überdurchschnittlich gut. Die Antwort ist für die meisten engagierten Eltern niederschmetternd. Mit 98,7% Wahrscheinlichkeit ist Ihr Kind kein Talent. Je früher man das versteht, desto leichter hat es der Sportler auf die lange Sicht. Es gibt in unserer Gesellschaft ca. 1,3 % Talente in der Gesamtpopulation (1 von 1.000). Kinder so akzeptieren wie sie sind und zu versuchen ihre Fähigkeiten und Leistungen entsprechend zu fördern, ist die grösste und herausfordernste Aufgabe eines leistungsorientierten Vereins.  

Definition:  „Als sportliches Talent kann eine Person bezeichnet werden, die über (vorwiegend genetisch bedingte) Dispositionen zum Erreichen von hohen sportlichen Leistungen verfügt, die Bereitschaft mitbringt, solche Leistungen auch abzurufen, die Möglichkeit dafür in der sozialen Umwelt vorfindet und letztlich mit den erzielten Leistungsresultaten den Eignungsnachweis dokumentiert.“

Die wichtige „Rolle der Eltern"
Rückhalt und Logistik: Die wesentliche Rolle der Eltern besteht darin, dem Sportler als verständnisvoller und interessierter Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Ihn zu beraten und in schwierigen Zeiten zu motivieren, sowie den Sportler auch auf seine Pflichten im Verein hinzuweisen.  ...

  Arena International
Bild: Arena International
Eine weitere wesentliche Aufgabe besteht natürlich im Bringen und Abholen der jungen Sportler zum Training und Wettkampf, was oftmals einen sehr hohen Zeitaufwand bedeutet.
Management - Ehrenamt: Blickt man in die Management-Struktur unseres und anderer Vereine, so sieht man das die Führungskräfte des Vereines sich primär aus engagierten Eltern bzw. aus ehemaligen Sportlern rekrutieren, die gemeinsam versuchen Ihren bzw. anderen Kindern ein optimales Sporttreiben und Aufwachsen im Verein zu ermöglichen. Der respektvolle Umgang mit diesen Helfern ist für das erfolgreiche Bestehen eines Vereins zwingend.
Projekt - Aufgaben: Immer wieder stehen Projekte an (z.B. Sponsorenfeste, Wettkämpfe, etc.) bei denen die Mitarbeit der Eltern erforderlich ist. Auch regelmäßige Kleinaufgaben sollten von Eltern abgedeckt werden (z.B. Akquise von Sponsoren und Mäzenen, Kontakte zu Entscheidungsträgern, Einlasskontrollen etc.)

Im Klartext heisst das, ein erfolgreicher Sportler ist ein vielschichtiges Individuum, das die eine oder andere Schwäche mit einer Stärke ausgleichen kann. Talent alleine ist nicht verantwortlich für den Erfolg, es macht aber einiges einfacher. Daher beurteilen wir bei der Talentauswahl nicht nur die reinen sportlichen Kriterien (Hard Skills), sondern auch die sozialen Komponenten (Soft Skills) und das Umfeld. Wir suchen also nicht die aktuell schnellsten Kinder, sondern die auf lange Sicht gesehen geeignetsten Kinder.

Talent-Fähigkeiten
1. Schwimmspezifische Fähigkeiten
    a. Wasserlage (Höhe bzw. Tiefe im Wasser)
    b. Wassergefühl (Wasserabtrieb – Bewegungsweg) „Balken im Wasser“
2. Körperliche Voraussetzungen (Körperhöhe, Körperbau-Typus) 
    DSV-Team 2007 -> Männer 190 cm – Damen 180 cm +/- 8 cm
3. Allgemein sportliche Fähigkeiten
    a. Sensor-motorisches „Bewegungstalent“
4. Physische und psychische Belastungsstabilität (Gesundheitslevel)
5. Psychische Voraussetzungen (Willensfähigkeiten, „Nervenstärke“)
6. „Die richtige Muskulatur“ (Spannungs- und Entspannungs-Merkmale)

Schule und Leistungssport
Ist das vereinbar in einem Verein? – Ja – zahlreiche Beispiele…
1. hohe Träume und Ziele haben (hoher Antrieb)
2. Gewisses „Grundtalent“ mitbringen, Talent ist nicht nur auf Sport beschränkt, sondern auch auf Bildung.
3. Die „richtige“ Erziehung (Entwicklung) mitbekommen
4. Verzichten können zu Gunsten seines Sportes
5. Gute naturelle Belastbarkeit/Konstitution aufweisen

Sportförderung ? - Die 3 Grundmodelle der Sportförderung
A. Das auf der ehemaligen DDR basierende "Sportschulen- Zentralisierungs- Modell" Grundgedanke ist optimale sportliche Förderung, bei der alle Ressourcen für den Sport ausgeschöpft werden. Bildung, soziales Umfeld (Elternhaus) stehen hierbei an zweiter Stelle.
B. Das auf der ehemaligen BRD basierende "Vereins/Verbands-Modell". Grundgedanke ist die effiziente Förderung, bei submaximaler Ausschöpfung der Ressourcen für den Sport, bei gleichzeitiger Entwicklung eines sehr hohen Bildungsstandes und Erhaltung des sozialen Umfeldes, (Elternhaus).
C. Das neue Verbundsystem von „sportbetonten Schulen- und Vereins/Verbands-Modell“. Grundgedanke ist hier die parallele sportliche sowie schulische Förderung, zur Erlangung hoher sportlicher Leistung sowie eines hohen Bildungsstandes unter Erhaltung des sozialen Umfeldes (Elternhaus).

 

 

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