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Schwimmbrillen für Schwimmanfänger Drucken

Wenn Sie ihr Kind bei Z88 zum Schwimmen anmelden möchten, empfehlen wir das Tragen einer  kindgerechten Schwimmbrille (bitte keine Taucherbrille). Neben dem angenehmen Effekt, dass die Augen nicht brennen und rot werden, hilft eine Schwimmbrille dabei, sich sicher und vertrauensvoll "an einem kalten Ort ohne Boden" zu bewegen. Der Aussage von Eltern "Wenn mein Kind in den Pool oder einen See fällt, hat es auch keine Schwimmbrille auf" entgegnen wir gerne, dass wir auch kein Training mit Schuhen in Jeans und einer dicken, saugfähigen Jacke durchführen. Wir lehren unsere Kinder nicht im Überlebenstraining oder nehmen den Eltern die Verantwortung ab, ihre Kinder ausreichend zu beaufsichtigen. Vielmehr wollen wir, dass sie sich sicher und mit einem Bewusstsein für den eigenen Körper und die eigenen Fähigkeiten im Wasser zu bewegen lernen und dabei kann eine Schwimmbrille eine große psychologische Hilfe darstellen.

Wissenswertes und hilfreiche Tipps

Im Wartebreich der Berliner Schwimmbäder hört man immer wieder Eltern über die Qual der Wahl für die richtige Schwimmbrille diskutieren. Leider endet das Gespräch dann meist mit den Worten: "Bei KiK oder Ernsting's gibt es gerade Schwimmbrillen für 1,49€" oder "Wir nehmen einfach die alte von meinem Mann - der braucht sie sowieso nicht mehr". Bereits an dieser Stelle kann sich der Wunsch des Kindes schwimmen zu lernen, in Richtung eines tränenreichen Misserfolges verabschieden. Das größte Probleme sind nicht das kalte (LINK zum Thema "kaltes Wasser") oder tiefe Wasser, sondern nichts mehr sehen zu können. Entweder durch Haare im Gesicht (Badekappe !!!) oder Wasser in den Augen (Schwimmbrille !!!). Es ist absolut nichts heroisches dabei einem Kind das Schwimmen ohne Brille beizubringen. 99,99% aller derzeitigen Olympiaschwimmer schwimmen mit Brille. Ein Kind ist noch nie ertrunken, weil es eine Brille getragen hat, es sind aber schon viele Kinder in Panik geraten, weil sie nicht sehen konnten, was sich unter ihnen befindet. Natürlich ist es wichtig, auch ohne Brille schwimmen zu können, aber es lernt sich besser mit Brille und dafür geht man schliesslich in einen Verein oder Schwimmkurs. Wenn das Kind das nötige Selbstvertrauen gefunden hat, kann man auf die Brille verzichten.

Wenn Sie sich also auf die Suche nach einer geeigneten Schwimmbrille machen, dann kaufen Sie bitte unbedingt eine Schwimmbrille die dem Alter des Schwimmers entspricht. Alle grossen Anbieter (Arena, Speedo, Zoggs, TYR) führen Schwimmbrillen für Kinder, die meist mit der Bezeichnung "Junior" gekennzeichnet sind. Verwenden Sie für ihr Kind keine Schwimmbrille, die für einen Erwachsenen bestimmt ist. Beachten Sie auch die Kopfform/Augenabstand ihres Kindes. Nicht jede Kinderbrille passt auf jede Murmel. Auf Grund des Wachstums, kann es sogar vorkommen, dass nach ein paar Monaten die Brillen eines Anbieters plötzlich nicht mehr passen oder undicht werden und man einen anderen Anbieter ausprobieren muss. Sparen sie nicht an der falschen Stelle. Eine gute Brille kostet in der Summe weniger als ein Kind zu trösten, das weinend am Beckenrand steht und über Wasser in den Augen klagt (dadurch nicht richtig schwimmen lernen kann) und dann irgendwann nicht mehr schwimmen möchte. Ein gute Brille hilft den Kindern dabei den Kopf freiwillig unter Wasser zu nehmen, neue Welten zu entdecken und dadurch das notwendige Selbstvertrauen zu gewinnen.

Um einen guten Tragekomfort und Wasserdichtheit zu erzielen, ist ein Probieren der Brille unerlässlich. Für diesen Test braucht man nicht mal das Kopfband anzulegen. In grossen Kaufhäusern gibt es in der Regel eine Anprobierecke, wo alle angebotenen Brillen ohne Bänder ausgestellt sind. Wenn die Brille durch leichten Druck einen Augenblick gleichmässig am Gesicht haftet, sitzt sie gut. Die richtige Einstellung des Kopfbandes macht die Brille erst wasserdicht. Niemals erst das Band um den Hinterkopf stülpen und dann die Brille anlegen, sie könnte ins Auge zurückspringen und zu einer schwerzhaften Augenprellung führen. Verstellen Sie das Kopfband, bevor Sie die Brille verwenden. Die Wahl des richtigen Nasenstegs ist ebenfalls sehr wichtig. Obwohl bei Kinderbrillen der Steg meist fester Bestandteil der Brille und damit nicht auswechselbar muss man trotzdem darauf achtend das der Augenabstand stimmt. Billiganbieter verwenden gerne bei Kinderbrillen kleinere Gläser aber die Stege sind dann für erwachsene Knollennasen gemacht. 

Wie wähle ich die richtige Schwimmbrille:

1. Antifog: „Beschlagfreie“ Beschichtung auf der Innenseite der Linse. Die Wassertropfen auf der Innenseite werden verhindert; das Beschlagen ist somit reduziert. Wird aber die Schwimmbrille großem Temperaturwechsel ausgesetzt, können die Sichtgläser kurzfristig beschlagen. Zusätzlich gibt es noch Antifog-Sprays, welche das Anlaufen verhindern. Die Antifogbeschichtung ist das Erste was an einer Brille 'kaputt' geht. Durch das Hineinfassen und reiben bei Trübung ruiniert man schnell die Beschichtung. Das Aufbewahren in der mitgelieferten Hülle ist Pflicht.

2. UV-Schutz: Die Außenseite ist mit einem UV-Schutz beschichtet. Speziell wichtig beim Schwimmen in offenen Gewässern, da eine starke Reflektion auf der Wasseroberfläche vermindert wird. Auch hier gilt, wer sein Equipment lange sinnvoll nutzen möchte muss hier auf Kratzervermeidung achten.

3. Verspiegeltes Glas: Bedingt durch ein photochromatisches Glas werden die Sichtverhältnisse verbessert. Eine verspiegelte Brille filtert 35 % der normalen Lichtstrahlen und 50 % der Sonnenstrahlen.

4. Farbiges Glas: Die Farbe des Glases kann die Wahrnehmung unter Wasser beinflussen. Im Allgemeinen kann man sagen, es ist richtig was gefällt und womit man sich wohl fühlt. Die einen schwören auf schwarze Gläser, andere brauchen Klarglas und widerum andere entscheiden sich für rechts grün und links rot.

Der Tragekomfort ist ein Kompromiss aus Schwimmverhalten und Schmerzempfindlichkeit. Ein Wettkampfschwimmer der kraftvolle Startsprünge ausführen muss hat andere Bedürfnisse an eine Brille als ein Schwimmanfänger dessen Hauptmotivation es ist, kein Wasser in die Augen zu bekommen. Letztlich hilft hier nur ausprobieren.

a) Kunststoff-Lamellen: Die Lamellen-Dichtung bietet einen aus Kunststoff allergiegetesteten Tragekomfort und besitzt sehr gute wasserundurchlässige Eigenschaften.

b) Silicon-Lamellen: Das superweiche, hautfreundlichste Material sorgt für höchsten Tragekomfort und wasserdichten Sitz.

c) Softframe: Diese Brillenrahmen besitzen die Eigenschaft, sich durch außergewöhnlichen Sitz und Tragekomfort allen Gesichtsformen anzupassen.

d) Schaumstoff: Hochwertige Neoprendichtung schützt das Gesicht und ist so ideal für Freizeit als auch für Leistungsschwimmer.

e) Schwedenbrillen haben gar keine Dichtung und haften durch den erzeugten Unterdruck beim Anpressen und das Band. Sie hinterlassen am ehesten die markanten Augenringe und sind für kurze Stecken (Wettkampfbrillen) geeignet. Der Tragekomfort ist gleich Null.

(MyPersonalContent v1.3 © Rico Pinzke)
 
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