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Bäder brauchen 41 Millionen Euro Drucken

Berlin, 2. Januar 2008 - Die Berliner Bäderbetriebe (BBB) brauchen auch in diesem Jahr wieder einen zweistelligen Millionenzuschuss vom Land. Laut des "Erfolgsplans in der Darstellung des Wirtschaftsplans 2008" - so der offizielle Titel - rechnen die Bäderbetriebe mit einem Minus von 41,612 Millionen Euro in 2008. Damit steigt der erwartete Verlust im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent. Die BBB gehen davon aus, dass in diesem Jahr die Einnahmen sinken werden. Laut ihrem "Erfolgsplan" erwartet das Unternehmen 16,6 Millionen Euro Erlöse aus den Umsätzen, also insbesondere aus dem Verkauf von Eintrittskarten. Das sind 1,2 Prozent weniger als 2007. Ein Grund ist möglicherweise die zeitweise Schließung einiger Bäder wegen dringend erforderlicher Sanierungsarbeiten. Laut der Finanzplanung muss das Land Berlin das Unternehmen mit 37 Millionen Euro "zur Deckung des Betriebsverlustes" unterstützen. Das entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um 8,4 Prozent. Hinzu kommen noch einmal 2,8 Millionen Euro, die der Senat als Ausgleich für das Schul-, Vereins- und Kitaschwimmen den Bäderbetrieben überweisen wird. Die Unternehmensführung geht zudem davon aus, dass 6,4 Prozent mehr Geld für Löhne und Gehälter in diesem Jahr gezahlt werden muss. Deswegen steigt dieser Posten von 23,2 auf 24,7 Millionen Euro. Auch steigende Kosten für den Materialaufwand schlagen mit einem Plus von 2,3 Prozent bei 17,7 Millionen Euro zu Buche.

Laut Wirtschaftsplan 2008 fahren die Bäderbetriebe die eigenen Ausgaben für die bauliche Unterhaltung und Investitionen um 4,4 Prozent auf 6,1 Millionen Euro zurück. Vom Senat bekommen die Bäderbetriebe insgesamt in den nächsten Jahren zusätzlich 50 Millionen Euro, um die nötigsten Sanierungsarbeiten an den teilweise sehr maroden Schwimmbädern leisten zu können. In diesem Jahr wollen die BBB die Schwimmhalle am Hüttenweg sanieren. In der "Zehlendorfer Welle" entsteht zudem ein 25-Meter-Becken.
Für den haushaltspolitischen Sprecher der Grünen, Oliver Schruoffeneger, zeigt der Wirtschaftsplan einmal mehr, dass die Berliner Bäderbetriebe um etwa drei Millionen Euro unterfinanziert sind. Die zusätzlichen 50 Millionen Euro reichten nur aus, um die notwendigsten Arbeiten an der Statik einiger Dachkonstruktionen durchzuführen.
Erst vor kurzem war bekannt geworden, dass es wegen baulicher Schwierigkeiten und Problemen bei der Ausschreibung zu Verzögerungen bei der Wiedereröffnung des Stadtbads Wilmersdorf kommen wird, das nun erst Ende März statt zum Jahreswechsel wieder von Schwimmern genutzt werden kann. Auch die Öffnung der Alten Halle in Charlottenburg und der Schwimmhalle am Marzahner Helene-Weigel-Platz wird sich verschieben.

Quelle: Berliner Morgenpost, Gilbert Schomaker
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