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Die Schwimmabteilung Drucken
Schwimmabteilung Der Verein und seine lange Geschichte - Die Ursprünge des Schwimmens bei Z88 reichen bis in die 20er und 30er Jahre zurück. Man schwamm im Freibad an der Krummen Lanke, später auch im Strandbad Wannsee, im Winter im Stadtbad Steglitz oder im alten Schöneberger Stadtbad. Im Vordergrund standen Freizeitschwimmen, Schwimmausbildung, Rettungsschwimmen und Sportabzeichenabnahme. Von Wettkämpfen ist aus dieser Zeit nichts überliefert. Im 2. Weltkrieg löste sich die Gruppe auf. Als das Stadtbad Zehlendorf in der Clayallee fertiggestellt wurde, war der Weg frei fuer eine Neugruendung der Schwimmabteilung, die am 15. Februar 1966 im Ratskeller Zehlendorf stattfand. 


In kürzester Zeit entwickelte sich eine ca. 300 Mitglieder große und sehr erfolgreiche Schwimmabteilung. 1972 fand das erste landesoffene Nachwuchsschwimmfest (der Vorgänger des heutigen Z88 SprintCup) statt. Dieser Wettkampf ist bis heute mit bis zu 2000 Meldungen eine fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des Berliner Schwimmverbandes. Mit zahlreichen Erfolgen in den 70er- und 80er und vor allem in den letzten Jahren auf nationaler und internationale Ebene wurde der Name Z88 zum Qualitätssiegel für Schwimmen in Berlin.

Laura Linke
  Foto: MS 2008, Laura Linke

Ein gutes Jahr was 1977. Dagmar Gruenbeck holte als 18jährige über 100m Brust den ersten Berliner Schwimmtitel für Z88. Die Damenmannschaft kletterte in die Regionalliga Nord, die damals erst 12jährige Christine Schlaak machte bereits als deutsche Jahrgangsmeisterin über 100m und 200m Rücken von sich reden. Christian Trenner und Andreas Karolyi gehörten - noch jung an Jahren - zur deutschen Jugendspitze.

Trotz hervorragenden Einzelleistungen war die damalige Z88 Mannschaft zu klein, um dauerhaft Mannschaftserfolge feiern zu können. Im Bemühen um eine "Konzentration der Kräfte" taten sich die Schwimmer des BSV92, der SG Schöneberg und von Z88 im Jahre 1980 ausschliesslich zu einem gemeinsamen Start bei Mannschaftswettbewerben unter dem Namen 'SGS Berlin' zusammen. Jeder Verein behielt ansonsten seine Selbständigkeit, unternahm allein die Reisen zu Clubwettkämpfen.

Von nun an gab es viel Wettkampfgold bei den Titelkämpfen. In allen Mannschaften und Staffeln trugen Z88-Schwimmer zu Meistersiegen bei - sei es auf Regional- oder Bundesebene. Die SGS Damen starteten in der 1., die Herren in der 2.Bundesliga. Überagende Schwimmerin in dieser Zeit war Christine Schlaak, die 1982 mit der 4 x 100m Staffel in Ecuador Weltmeisterschaftsvierte wurde. Christine hält bis heute noch 3 Vereinsrekorde.

1986 wurde hauptsächlich aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten und mangelnder Kooperation innerhalb der SGS der Austritt aus der "Startgemeinschaft Schwimmen Berlin" beschlossen. Seitdem versucht man, sich wieder als Einzelverein im Berliner Schwimmleben zu behaupten. 

Ein wesentlicher Garant für die zahlreichen Erfolge ist die systematische und konzentrierte Nachwuchsförderung bei Z88, in dem die Zehlendorfer Grundschulen ein wichtiger Partner der Schwimmabteilung sind. So ging u.a. auch die deutsche Spitzenschwimmerin Antje Buschschulte, neben vielen anderen guten Schwimmern/-innen, einst aus dem Sichtungs- und Fördersystem von Z88 hervor.

Nach etwas ruhigeren Zeiten Anfang der neunziger wurde der alte "Z88 Geist" mit neuen zeitgerechten Strukturen wieder belebt. Moderne und effiziente Trainings- und Organisationsstrukturen wurden aufgebaut, wichtige traditionelle Werte des Vereines und des Leistungssportes wurden damit verknüpft, und so entstand eine neue erfolgreiche Epoche bei Z88. Schwerpunkt der Arbeit bei Z88 liegt im Leistungssport für talentierte Kinder, Jugendliche und erwachsene Sportler. Das Angebot im Breiten- und Freizeitsport ist aufgrund der fehlenden Wasserfläche leider geringer.

Mit dem Aufbau und dem Aufstieg der Männermannschaft in die 2. Bundesliga 1998 wurde die erfolgreiche Arbeit erstmals als Team gekrönt. Als eine von drei Berliner Bundesliga-Mannschaften hat Z88 die einzige Mannschaft, die aus dem eigenen Nachwuchs entstanden ist. Getreu dem Motto "11 Freunde müsst ihr sein" hält sich Z88 nun im zehnten Jahr erfolgreich im Oberhaus, in dem sich 9 große Schwimmgemeinschaften und noch zwei Vereine aus Norddeutschland spannende Wettkämpfe liefern. Und auch schon die 2. Herren-Mannschaft, die primär aus Kinder- und Jugendlichen besteht, schwimmt sich in der Landesliga Berlin Jahr für Jahr erfolgreich nach oben. Die junge Damenmannschaft von Z88 gehört seit Jahren zu den besten Mannschaften in Berlin und hofft mittelfristig auf "Größeres".

Aus einem erfolgreichen Team entwickelten sich natürlich auch erfolgreiche Einzelleistungen. So konnte neben zahlreichen Berliner-, Norddeutschen- und Deutschen Titeln im Jahr 1999 mit dem Gewinn von zwei Junioreneuropameister Titeln von Stefan Haß (Jg.81), bei der JEM in Moskau ein vorläufiger sportlicher Höhepunkt erreicht werden - Erfolge wie diese motivieren Jahr für Jahr zahlreiche junge talentierte Sportler zum Schwimmleistungssport.

(MyPersonalContent v1.3 © Rico Pinzke)
 
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