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Aktuelles
Reisebericht Marburg 2011 Drucken
44. Weihnachtskriterium des Marburger SV (LINK)

Der Wettkampf wurde, wie jedes Jahr, von Cheftrainer Roland als Belohnung für den persönlichen Einsatz der Sportler der Leistungsmannschaften A, B und C für den Zeitraum der Kurzbahnsaison ausgelobt. Grundlage für eine Nominierung in diesem Jahr, waren unter anderem eine hohe Trainingsbeteiligung, soziales Engagement im Verein oder auch sportlich fairer Umgang im alltäglichen Miteinander. Natürlich spielte auch die maximale Größe der Reisegruppe eine Rolle, da wir nur zwei Kleinbusse mit je neun Plätzen zur Verfügung hatten. So kam es, dass neben Trainer Lars, Betreuerin Sabine und den beiden Busfahrern Jan und Horst,  vier Mädchen und neun Jungen für den Wettkampf nominiert wurden.

Am Freitag, den 9.Dezember 2011 brachen wir dann nach Marburg an der Lahn auf. Als Abfahrtzeit war 16:00 Uhr vereinbart und wer war um 15:58 Uhr noch nicht da - unser Trainer Lars. Ich will es mal vorweg nehmen - unser lieber Lars lieferte uns während der Reise noch den einen oder anderen heiteren Moment. Wenn man als beliebter FSJler und Trainer in Personalunion antritt, wird man natürlich besonders kritisch beäugt. Um 16:05 Uhr ging es dann los und wir fuhren gen Westen. Wir hatten uns vor Antritt auf die Göttingen-Route geeinigt, da sie uns am Geeignetsten für den Freitag-Abend-Verkehr erschien. Der Verkehr auf dem Berliner Ring war erträglich und bis Dessau lief auch alles wie geschmiert, aber kurz vor Bitterfeld kam dann der große Stau. Kaum waren wir im Stauende zum Stehen gekommen, rauschten auch schon vier Feuerwehrwagen an uns vorbei. Auf dem Navi konnte man die Nachricht lesen "Brennendes Fahrzeug auf dem Seitenstreifen". Eine Dreiviertelstunde später war der Spuk vorbei und der Stau löste sich langsam wieder auf. Nach ca. 400 Metern sahen wir dann den Grund für die Verzögerung. Der Anhänger eines Sattelschleppers war komplett ausgebrannt und die Feuerwehr war damit beschäftigt den Löschschaum von der Autobahn zu fegen.

Nach dem wir den Stau passiert hatten, galt es die Jugendherberge in Marburg zu infomieren, da wir möglicherweise etwas später als geplant eintreffen würden. Man sagte uns am Telefon, dass wir unbedingt vor 22 Uhr ankommen müssten, da sonst niemand mehr da wäre. Es hiess also Gas geben. Das Wetter spielte mit, wir hatten keine Minusgrade und die Strassen waren ab jetzt frei. Gegen 21:35 Uhr traf dann Bus 1 mit Jan, den Mädchen und den kleinen Jungs an der Jugendherberge ein. Da Bus 2 bei Kassel eine Ausfahrt verpasst hatte und somit einen 30km Umweg durch das Kasseler Hochgebirge fahren musste, kamen die großen Jungs erst um 22:05 Uhr an. Jan und Lars hatten bereits die Zimmer klar gemacht und auch schon die Schlüssel verteilt, was zu einer weiteren Anekdote über unseren FSJler Lars führte. FSJ steht bekanntlich für freiwilliges soziales Jahr und deswegen hat er sich auch, in seiner grenzenlosen sozialen Art, gleich das einzige Zimmer mit dem bereits bezogenen Bett, den kleinen Naschereien, Duschzeug und den Handtüchern unter den Nagel gerissen. Mit diebischer Freude verteilte er dann die Schlüssel für die anderen Betreuerzimmer. Das Zimmer des "Chef de Mission" zu mopsen ist schon der Hammer ;o))). Doch die "Strafe" folgte auf dem Fusse. Die ganze Nacht musste er sich nun mit einem monotonen undefinierbaren Summen herumplagen, während die anderen friedlich schliefen.
 
Nach dem die Zimmer bezogen waren, ging es fix ins nahegelegene "Chevy" zum Abendessen. Eine ehemalige umgebaute 60iger-Jahre Tankstelle mit dem Flair eines American Diners. Zu Essen gab es diverse Burger, Spare-Ribs, Nachos, Brownies und Ben & Jerry's Ice Cream. Sorry Roland, aber die obligatorischen Nudeln-am-Vorabend waren gerade aus ;o))). So gestärkt ging es zurück in die knapp 500m entfernt gelegene Jugendherberge. Nach kurzer Orientierungsphase in Bad und WC kehrte gegen 0:45 Uhr tatsächlich hörbare Stille ein.
 
Am nächsten Morgen wurde, gegen 7:30 Uhr durch leises Klopfen, freundlich an das Frühstück erinnert und dieses dann auch gegen 8:00 Uhr gemeinsam eingenommen. Es gab alles was das Jugendherbergsherz begehrte. Angefangen bei keinen Eiern und keinem O-Saft, sowie keinem Wasser, laukaltem Kaffee und keiner großen Auswahl. Das was da war, war lecker und ehrlich gesagt auch vollkommen ausreichend. Es gab frische Brötchen, Wurst, Käse und Marmelade, Milch und Apfelsaft sowie Müsli. So wie es im American Diner keine Wiener Schnitzel gibt, so gibt es in einer Jugendherberge eben keine zehn verschiedenen Aufschnittsorten oder dreierlei Eier mit Bacon. So gesehen haben einige Sportler auch etwas dazu gelernt, z.B. das man auch mit etwas weniger satt und zufrieden sein kann. 
 
Um 8:45 Uhr brachen wir dann zur nahen Schwimmhalle im Freizeitbad "AQUAMAR" auf und wurden dabei von Blitzeis auf Strassen und Gehwegen überrascht. Aber wir waren nicht dumm und hatten unsere Busse bereits am Vorabend vor der Schwimmhalle abgestellt und so mussten wir nur noch die 400m bis zur Halle überstehen und das Problem war überwunden. Einige Vereine aus dem Landkreis hatten da weniger Glück und verspäteten sich zum Wettkampf.
 
Mit gewohnter Routine haben wir uns dann einen schönen Platz am Beckenrand gesichert, unser Z88-Banner in den Fliesenboden gerammt, die Stühle positioniert und die Halle symbolisch in Besitz genommen. In der schönen Anlage gab es mehrere unterschiedliche Bereiche. Eine kleine Halle beinhaltete den 3m-Sprungturm mit einem besonderen Angebot - einem Klettertum mitten im Schwimmbecken. Eine weitere kleine Halle beherbergte das Lehrschwimmbecken und dann war da noch das Sportbecken mit seinen sechs 25m Bahnen. Die Wassertiefe war ungewohnt flach, aber mit rund 28°C Wassertemperatur ideal für einen Sprintwettkampf. Die Marburger versprachen uns ein schnelles Becken. Nebenan gab es noch den Wellness- und Spassbereich mit Rutsche, Whirlpool und Rundbecken, den wir am Ende ein Mal kurz zum Rutschen benutzen durften.
 
Auf Grund der Witterung wurde der Wettkampf 15 Minuten später begonnen und das gleich mit einem Paukenschlag - den 8 x 50m Freistil-Mixed-Staffeln. Angetreten in Bestbesetzung wollten wir gleich ein Zeichen setzen, was uns auch eindrucksvoll gelang. Mit etwas mehr als 25m Vorsprung besiegten Leonhard, Linda, Benedikt, Maria, Christian, Julia, Raoul und Lea das restliche Feld und sicherten sich somit ihre ersten Goldmedaillen. An dieser Stelle beschlossen wir aber auch, die 8 x 50m Lagenstaffel mit dem "zweiten Anzug" zu schwimmen. Man muss es ja nicht übertreiben. Danach ging es dann munter weiter und wir konnten uns zahlreicher Medaillen, 3fach-Podestplätzen und diverser Bestzeiten erfreuen. An dieser Stelle sei hervorgehoben, das sich alle Schwimmer sehr viel Mühe gegeben haben einen konzentrierten Wettkampf zu schwimmen. Die drei kleinen Jungen hatten mehrfach die Konkurrenz im eigenen Lager zu suchen, hier war also keine externe Motivation mehr notwendig. Vielleicht exemplarisch eine Beobachtung, die den besonderen Einsatz unserer Kinder ganz gut beschreibt. Julian brachte das Kunststück fertig und wäre fast für eine zu lange Unterwasserphase über 50m und 100m Rücken disqualifiziert worden. Als er dann aber jeweils nach 14,5m Delfinkicks in Führung liegend auftauchte war das Staunen am Beckenrand nicht nur auf unserer Seite groß. Die sich daraus entwickelnde neue Bestzeit über 50m Rücken katapultierte ihn in der Berliner Jahresrangliste im Jahrgang 1999 auf Platz vier und in Norddeutschland sogar auf einen phantastischen 10.Platz. Im Verlauf des Wettkampfes lieferte Benedikt die beste absolute Leistung in der Altersklasse 1995 und jünger ab und wurde mit einem Sachpreis durch einen anwesenden Schwimmartikelverkäufer ausgezeichnet. Fast wäre ihm diese Leistung auch noch für die offene Wertung geglückt, allerdings war ein deutlich älterer Schwimmer um wenige Punkte besser. Achja, Lars hatte auch noch etwas anzubieten. Als mitgereister offizieller Trainer hatte er natürlich die Aufgabe die Zeiten mitzustoppen und aufzuschreiben. Sauber schreiben ist, wie er selbst sagt, nicht so sein Ding :o)), aber die Zeiten stoppen wäre ok. Nun, wenn man die Stoppuhren mit dem Gesicht nach unten hält, dann drückt man schon Mal auf Stop, obwohl man eine Zwischenzeit nehmen wollte, hihi. Och Mensch Lars - nicht den Kopf hängen lassen. Denke immer dran, dass du dafür das bezogene Bett hattest ;o)))).
 
Nach Ende des ersten Abschnitts, gab es eine einstündige Pause. Das hiess, wenn man etwas Essen wollte, hatte man nach Sportlerregeln genau eine Sekunde Zeit, um eine Stunde vor Wettkampfbeginn nichts mehr zu essen. Wir haben also etwas vorgeplant und dass Essen schon zwei Stunden vorher bestellt, so das es mit Beginn der Pause auf dem Tisch stand. Das war aber immer noch nicht früh genug, denn Alex sagte nach den 100m Rücken: "ich habe bei jeder Rollwende die Pizza und das Eis in meinem Magen gespürt, das Eis war wohl keine gute Idee." Im Prinzip gibt es für diese Pausen eigentlich kein Patentrezept, denn sie dienen mehr den Kampfrichtern zur Erholung, als den Schwimmern zur Nahrungsaufnahme. Hier müssen wir uns künftig etwas Schlaues für unsere Kids ausdenken.
 
Der zweite Abschnitt begann mit der 8x50m Lagen-Mixed-Staffel. Die drei kleinen Jungs wollten unbedingt starten und so gab Leon (Danke Leon !!!) seinen festen Platz auf und Alex wurde der vierte, männliche Starter. Die vier mitgereisten Mädchen duften dann ein weiteres Mal an den Start gehen. Obwohl nun deutlich von der Bestbesetzung entfernt, gelang es unseren Sportlern den dritten Platz tapfer zu verteitigen. Wichtige Punkte für die Gesamtwertung, die kurz darauf mit dem Halbzeitstand verkündet wurde. Z88 lag überraschend mit wenigen Punkten Vorsprung in Führung. Es folgten knapp dahinter der Eisenacher SV und der gastgebende Marburger SV. Überraschend deshalb, weil wir nur mit einem vergleichsweise kleinen Schwimmteam angereist waren und daher oft ganze Strecken oder Jahrgänge unbesetzt lassen mussten. Der zweite Abschnitt verlief wie im Flug und so gab es nur noch eine Besonderheit. Nein, Lars war dieses Mal nicht beteiligt. Der Veranstalter hatte in seiner Ausschreibung die nur noch selten angewandte Zweistartregel ausgeschrieben, das heisst bei einem Fehlstart wird der Lauf wiederholt. Diese für Kinder wichtige Einrichtung könnte man auch psychologisch einsetzen, dachte sich wohl Raoul, als er über 100m Brust den wohl besten Schwimmer des Wettkampfes irritieren wollte und vorzeitig ins Wasser fiel. Um es vorweg zu nehmen, es hat nicht geklappt aber Raoul hatte die Lacher und die gute Laune auf seiner Seite ;o)).
 
Der Medaillenspiegel sprach dann eine eindeutige Sprache - 43x Gold, 28x Silber, 7x Bronze. Am Ende wurden wir dann auch Mannschaftsgesamtsieger und holten den schönen, großen "Werner-Sell-Gedächtnispokal" nach Hause. Sobald die Auswertung der Vereine vorliegt, wird sie hier nachgereicht. Den Pokal werden wir, das Einverständnis der BBB vorausgesetzt, am Fenster des Kassenraumes in der "Hütte" präsentieren.
 
Der Wettkampf war gegen 16:30 Uhr vorüber und wir machten uns Gedanken über die Gestaltung des weiteren Abends. Zur Auswahl standen, die direkte Rückreise mit Besuch bei McDonalds oder aber ein Besuch des Marburger Weihnachtsmarktes mit anschliessender direkter Heimreise ohne McD. Die basisdemokratische Abstimmung ergab ein 11:6 für den Weihnachtsmarkt. Auch dieses Ergebnis ist nicht in jedem Verein eine Selbstverständlichkeit. Nach knapp zwei Stunden durch die alpine Marburger Altstadt ging es dann aber endlich gen Heimat. Wir brachen um 19:00 Uhr auf und fuhren dieses mal die vom Navi vorgeschlagene kürzeste Route über Braunschweig nach Hause. Auf halber Strecke wurde noch ein Mal getankt und der Süssigkeitenvorrat aufgefüllt. Obwohl wir knapp zwei Stunden mit dem Weihnachtsmarkt beschäftigt waren,  kamen wir nur eine halbe Stunde nach der geplanten Ankunftszeit um 23:30 Uhr am Hüttenweg an. Wir waren scheinbar so schnell, dass nicht mal die abholenden Eltern damit gerechnet hatten. Jan und Horst brachten dann noch die Busse zurück nach Kreuzberg und eine überaus gelungene und freudvolle Weihnachtsreise ging zu Ende. Vielen Dank an Jan und Sabine, sowie "Coach Lars" für euren Einsatz.

Bilder vom Wettkampf folgen in Kürze.

Es hat sehr viel Spass gemacht. Z88 wünscht allen Mitgliedern und seinen Eltern schöne Feiertage - bleibt gesund.

HBO
 
 
 
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Bericht vom TÜV Rheinland Sprint Cup Drucken
Am 16.10.2011 machten wir uns alle auf den Weg in die Landsberger Alle zu unserem TÜV Rheinland Sprint-Cup.
 
Z88 Brett (für 20€ erhältlich)   Sprint Cup Impression SSE
 
Alle Bilder (auch preiswert zu erwerben) vom Wettkampf findet ihr hier: mirkoseifert.de
 
Für viele der erste Wettkampf in der Saison und für die erstmals teilnehmenden Anfänger ja sogar der erste Wettkampf überhaupt. Und unsere Kleinsten konnten trotz der geringen Vorbereitung durchaus beachtliche Leistungen zeigen. Am Ende stand Yannis Möller Jg. 2004 mit auf dem Treppchen und konnte sich seine Bronzemedallie abholen. In der Fördergruppe lief leider nicht alles so rund. So mußten wir leider drei verpasste Starts verzeichnen. Und leider dabei auch sicher geglaubte Pokal- bzw. Medallienhoffnungen begraben. Aber wir können bei 36 Einzelstarts in ganzer Lage mit insgesamt 34 neuen Bestzeiten aufwarten. Diese wurden teilweise um sieben Sekunden verbessert und das auf einer 25m Strecke. Das ist schon eine tolle Leistung. Einige undankbare vierte Plätze die wir erreicht haben, waren nicht mal eine Sekunde vom dritten Platz entfernt.

Allerdings kann ich da auch mit einer kleinen Kritik nicht hinter dem Berg halten. Einige sehr gute Wettkampfleistungen stehen in absolut keiner Relation zu den vorangegangen Trainingsleistungen. Man fragt sich, was nicht alles noch drin wäre, wenn diese Kinder im Training auch eine adäquate Leistung zeigen würden. Daran müssen wir noch ein wenig arbeiten. Insgesamt haben wir einen Medallienspiegel von 2xGold, 4xSilber, 2xBronze, 7x4.Platz, 1x5.Platz und 3x6.Platz. Pechvogel des Tages war Julian Bodlaender Jg.1999. Nach dem abschliessenden 50m Freistil Lauf auf dem Silberrang liegend, wurde er wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Es blieb bei dieser einzigen (wenn auch fragwürdigen) Disqualifikation für das gesamte Z88 Team.
 
Hier unsere Pokal- bzw. Medalliengewinner im Überblick:

1. Platz: Florina Hutter Jg. 2002, Moritz Blanke Jg.2001
2. Platz: Richard Göhler , Florian Frede und Charlotte Blanke alle Jg. 2002 und Lilli Seubert Jg. 2001
3. Platz: Yannis Möller und Lucy Stock beide Jg. 2004

Herzlichen Glückwunsch! Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit auch bei den vielen fleißigen Eltern und Helfern bedanken. Ohne die dieser Wettkampf gar nicht möglich gewesen wäre. Die Kinder werden diesen Tag sicher als ein schönes Ereignis in Erinnerung behalten.

Bericht: ABL
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Bilder der Jahresbeginnfeier jetzt online Drucken
 

In der Galerie im internen Bereich liegen nun die Bilder der Jahresbeginnfeier zum Ansehen bereit.

Ein Hinweis noch für alle 'Neuen'. Der interne Bereich ist aus Sicherheitsgründen erst nach Registrierung/Anmeldung auf der Startseite unserer Webseite und anschließender Freigabe sichtbar. Bei Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an die Trainer oder lesen hier nach.

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Schwimmbrillen für Schwimmanfänger Drucken

Wenn Sie ihr Kind bei Z88 zum Schwimmen anmelden möchten, empfehlen wir das Tragen einer  kindgerechten Schwimmbrille (bitte keine Taucherbrille). Neben dem angenehmen Effekt, dass die Augen nicht brennen und rot werden, hilft eine Schwimmbrille dabei, sich sicher und vertrauensvoll "an einem kalten Ort ohne Boden" zu bewegen. Der Aussage von Eltern "Wenn mein Kind in den Pool oder einen See fällt, hat es auch keine Schwimmbrille auf" entgegnen wir gerne, dass wir auch kein Training mit Schuhen in Jeans und einer dicken, saugfähigen Jacke durchführen. Wir lehren unsere Kinder nicht im Überlebenstraining oder nehmen den Eltern die Verantwortung ab, ihre Kinder ausreichend zu beaufsichtigen. Vielmehr wollen wir, dass sie sich sicher und mit einem Bewusstsein für den eigenen Körper und die eigenen Fähigkeiten im Wasser zu bewegen lernen und dabei kann eine Schwimmbrille eine große psychologische Hilfe darstellen.

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Mein Kind friert beim Schwimmen Drucken
Mein Kind friert beim Schwimmen. Was kann ich tun?

Aus aktuellem Anlass, wollen wir den Eltern unserer Schwimmanfänger, die sich derzeit mit der Problematik auseinander setzen müssen ein wenig Hilfe an die Hand geben.

Ihr Kind friert beim Schwimmunterricht und möchte am liebsten nicht mehr ins Wasser. Woran liegt das?
 
Wenn wir auf diese Frage eine pauschale Antwort geben könnten, wären wir sehr glücklich. Das Thema ist aber, wie so vieles im Leben eines Kindes, nicht ganz trivial.
 
Festzuhalten bleibt, das tendenziell dünnere Kinder, also mit weniger Unterhautfettgewebe, eher dazu neigen, als Kinder mit mehr Unterhautfettgewebe. Ein nicht unwesentlicher Punkt ist der Umgang mit der Dusche vor dem Schwimmen. Ein Kind das sich aus hygenischen Gründen kurz mit lauwarmen Wasser abduscht (um z.B. Schweiß, lose Hautschuppen und Haare abzuspülen) wird weniger frieren, als ein Kind das sich mit einem heissen Dauerstrahl den Rücken rotglühend 'anbraten' lässt. Es ist aber auch klar das man den meisten 4- bis 5-jährigen nicht den Sinn vom kaltem Duschen erklären kann. An dieser Stelle hilft nur "learning-by-doing".
 
Was macht man nun bei Kindern die frieren und auch noch dünn sind. Hier hilft häufig das kalte Duschen nur wenig. Dazu muss man verstehen was Frieren und damit verbunden das Zittern überhaupt bedeutet. Wenn ein Mensch friert hat er zwei Mechanismen, um sich selbst zu wärmen bevor er erfriert. Er bekommt zu erst eine Gänsehaut. Dabei stellen sich die Körperhaare auf und bilden isolierende Mikroluftpolster. Bei Kindern mit noch wenig Körperbehaarung und nasser Haut gleich zwei Faktoren die ausscheiden. Wenn das nicht hilft, wird vom Körper ein weiterer physikalischer Trick zur Wärmegewinnung angewandt - das Zittern. Das Zittern produziert Reibungswärme in der Muskulatur und ist daher ein hilfreicher Prozess und kein schlechtes oder gar ungesundes Zeichen.

Positiv formuliert heisst das, ein Kind das zittert wärmt sich gerade auf. Da wir beim Schwimmenlernen von einem Vorgang in meist geschlossenen Räumen bei einer Hallenlufttemperatur von 28°C und einer Wassertempartiur von rund 26°C sprechen, ist das nicht unbedingt ein Klima, bei dem man unmittelbar erfriert oder sich eine Lungenentzündung holt. Oft ist es so, dass wenn man frierend ins Wasser geht, nach einem kleinen Moment des tiefen Luftholens das Wasser als warm empfindet. Temperaturempfindungen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und sehr oft kopfgesteuert. Wer viel darüber nachdenkt wie kalt das Wasser ist, dem wird sicher auch schneller kalt.

Was kann man machen, damit sich das Kind schneller an die Wassertemperaturen gewöhnt bzw. später beginnt zu frieren?
 
Wie schon Eingangs beschrieben, ist zu warmes Duschen vor dem Schwimmen der falsche Weg. Um diesem Bedürfnis vorzubeugen, sollte man bereits frühzeitig zu Hause üben, am Ende des Duschens (auch beim Baden) immer kalt zu duschen. Wir kennen alle den Effekt, das man gerade schön heiss geduscht hat und sich abtrocknet und plötzlich anfängt zu schwitzen. Der Körper öffnet die Poren und versucht die Körpertemperatur durch Schwitzen zu senken. Das Selbe passiert umgekehrt, wenn man zu kalt duscht. Man friert und der Körper beginnt Energie zu verbrauchen und heizt sich auf, in dem er Wärme aufstaut und alle Poren verschliesst. Im Übrigen gibt der Körper mehr als 60% seiner Wärme über den Kopf ab, denn das Gehirn verbraucht im Körper die meiste Energie. Das heisst im Umkehrschluss, man sollte eine isolierende Silikon-Badekappe aufsetzen.
 
Es ist übrigens ein Trugschloss, wenn man glaubt, je mehr man sich im Wasser bewegt, desto wärmer wird einem dabei. Wenn man sich viel und schnell im Wasser bewegt, passiert das selbe wie an Land. Der Körper läuft heiss und versucht zu kühlen und schwitzt. Ja - man schwitzt im Wasser. Nur das man das nicht merkt.
 
Als weitere Wärmeisolierung kommen viele Eltern auf die Idee ihre Sprösslinge in Neoprenanzüge zu stecken. Nicht nur, dass die Kinder im Handumdrehen rausgewachsen sind, sie müssen auch den Richtigen kaufen, damit es kein teurer Fehlkauf wird. Grundsätzlich ist zu sagen das ein Anzug die Wasserlage, also die horizontale Position des Körpers im Wasser, verbessert. Ein Neopren kann wie eine Schwimmhilfe Auftrieb geben. Wenn er richtig sitzt, also mehr oder weniger wasserdicht (mit der Möglichkeit zur Bildung von Luftpolstern unter dem Anzug) ist, dann kann er das Problem des Auskühlens und Frierens sicher sehr lösen. Die Praxis sieht erfahrungsgemäß aber vollkommen anders aus. Es wird oft der billigste Anzug ausgesucht, da der Anzug unmöglich mehr kosten kann, als der ganze Schwimmkurs. Ausserdem wird gerne auf Zuwachs gekauft und damit ist er meist zu groß und das Wasser läuft wieder über die Haut im Anzug und der Effekt ist dahin - das Kind friert immer noch. Manche Anzüge haben nur den Anschein aus Neopren zu sein, wirken aber wie ein Schwamm und wiegen vollgesaugt fast "eine Tonne". Ein weiterer Nachteil, ein Neoprenanzug ist mit Ausnahme der Triathlonanzüge (für rund 200 bis 1.000 Euro) nicht zum Schwimmen im Sinne von Brustschwimmen geeignet. Die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt und durch den Auftrieb bekommt man kein Wassergefühl und letztlich lernt man dadurch nicht schwimmen. Ein Neopren ist gut geeigent für das Baden im Meer oder Se. Zum Schwimmenlernen ist es eine psychologische Krücke die, wenn man sie zu lange trägt, das Gegenteil bewirkt.

Wie Sie sehen gibt es kein Allheilmittel für die Frage: "Was kann ich dagegen tun das mein Kind friert". Es gibt nur Ansätze die man berücksichtigen kann. Erfahrungsgemäß nimmt das Frieren am Beckenrand mit zunehmendem Alter ab und ist im Jugendlichenalter fast vollständig verschwunden.
 
Copyright: HBO/Z88 - 2011
 
 
 
 
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Richtige Wettkampfverpflegung Drucken
Richtiges Essen bei Wettkämpfen (speziell an die Eltern der Anfänger- und Fördergruppen)   

Die intensive Wettkampfzeit hat nun wieder begonnen und begleitet uns bis zu den Sommerferien mit mehr oder weniger anstrengenden Veranstaltungen. Jede Veranstaltung hat ihre eigenen Gesetze und Regeln, aber eines müssen wir auf allen gleichermaßen beachten - die richtige Ernährung unserer Sportler.

Auf Grund von Beobachtungen während des Trainings, nach dem Training und auf bereits besuchten Wettkämpfen ist uns mehrfach aufgefallen, dass der eine oder andere jüngere Schwimmer von Z88 sich noch keine oder nur sehr wenige Gedanken über eine sportlergerechte oder wettkampfgerechte Ernährung gemacht hat. Das liegt in erster Linie daran, die jungen Sportler ihre Verpflegung meist von den Eltern zurecht gemacht bekommen.

Manche Eltern meinen es dann ganz besonders gut mit ihren kleinen Helden und versorgen sie mit wahren Überlebenspaketen für eine dreiwöchige Reise im Dschungel von Birma. Der Wettkampf geht aber oft nur über einen Tag und liegt in der Regel zwischen dem Frühstück und dem Abendessen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind während des Tages auf unnatürliche Weise plötzlich verhungern oder verdursten könnte, schätzen wir als sehr gering ein.

Dagegen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind das Mitgebrachte restlos zwischen Einschwimmen und Wettkampfbeginn aufessen wird, als sehr hoch ein. Meist geschieht das aus Langeweile oder Gewohnheit, selten aus echtem Hunger oder Unterzuckerung. Die Lunchpakete haben zu dem auch merkwürdige Inhalte. Süssigkeiten in Form von Schokoriegeln oder Gummibären gehören absolut nicht in die Halle, auch nicht als Nervennahrung oder Belohnung. Auch Bouletten, kleine fritierte Schnitzel, klassische Schulbrote oder kleine Wiener Würstchen erfüllen keinen Zweck im Sinne des Wettkampfes. Bei den Getränken gilt ebenfalls, weniger ist mehr - bezogen auf den Inhalt. Das Maximale, was ein Schwimmer brauchen könnte sind isotonische Getränke. Der Sinn beim Schwimmen ist zwar zweifelhaft. Sie sind aber meist lecker und unterstützen somit die Flüssigkeitsaufnahme in einer oft muffigen und warmen Halle. Softdrinks sind auf Grund der enthaltenen Kohlensäure sogar von großem Nachteil und machen eher noch durstiger oder wieder hungrig. Selbst beim Obst kann man noch etwas falsch machen. Äpfel und Orangen sind zwar ausgesprochen lecker, aber die enthaltenen Fruchtsäuren braucht der Sportler in diesem Moment gar nicht.

Eigentlich ist es ganz einfach und übersichtlich, was ein Schwimmer als Verpflegung für einen Tag dabei haben sollte, nämlich Kohlenhydrate und Wasser. Nicht dabei sein sollten Fette, Eiweiße und Ballaststoffe. Um es noch einfacher zu machen, hier ein paar ganz konkrete Vorschläge/Ratschläge/Erfahrungen.

Obst: Bananen (sind leicht süss, sättigen schnell und enthalten keine Säuren, aber dafür viel Energie)

Getränke: Wasser ohne oder mit nur wenig Kohlensäure (wer unbedingt Geschmack braucht, kann maximal 1:1 mit Apfelsaft mischen, es gibt aber auch schon viele Wassersorten mit künstlichem Geschmack)

Kohlenhydrate: Nudeln (das altbewährte Schwimmeressen, für den Geschmack und den Salzbedarf in Brühe gekocht)

Riegel: Im Prinzip gilt hier. Es ist erlaubt was schmeckt, Hauptsache es sind Haferflocken oder ähnliches enthalten. Einzige Einschränkung es sollten keine reinen Früchteriegel sein, denn diese ziehen wie Dörrobst das Wasser aus dem Gewebe an und enthalten die Fruchtsäuren in konzentrierter Form.

Auf die Menge kommt es ebenfalls an. Je nach Alter reichen am Tag ca. 250-500g Nudeln, 1-2 Liter Wasser, 1-2 Bananen und zwei bis drei Riegel. Wie man sieht, ist es nicht kompliziert und auch nicht sehr teuer oder aufwendig zu organisieren. Wir würden uns freuen wenn mehr Kinder diese kleinen Hinweise beherzigen würden. Am Ende sind es ihre Erfolge.
 
Ein weiteres wichtiges Thema auf Wettkämpfen ist die Freizeitbeschäftigung in den Wettkampfpausen. Ein Thema ist, wie z.B. Nintendo & Co sichtbar unsere Sportler schwächen. Aber das folgt in einem anderen Artikel. Schon mal vorweg - Musik hören ist gut, Computerspiele sind eher nachteilig.
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