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Hungerast

Fast jeder Athlet kennt ihn oder hat zumindest schon davon gehört.: Man hat sein Tempo, fühlt sich prima, denkt "So kann's weitergehen." .... und dann plötzlich ist er da: der Hungerast, das Loch - wie immer man es nennt. Nichts geht mehr wie vorher, man fühlt sich schlapp, muss das Tempo reduzieren, fängt an zu zittern, mancher muss absteigen. Was ist passiert? Die Kohlenhydratreserven des Körpers sind aufgebraucht. Der wichtigste Stoff, der die Ausdauer ermöglicht, ist aufgebraucht. Der Akku ist leer - und ganz ohne Kohlenhydrate kann auch kein Fett mehr "verbrannt" werden. Die Gründe können unterschiedlich sein: man ist die Strecke zu schnell angegangen, hat den Körper an den Tagen vor der großen Belastung nicht ausreichend mit Kohlenhydraten versorgt oder zu wenig gegessen und/oder getrunken. Neuste wissenschaftliche medizinische Untersuchungen zeigen, daß der Glykogenumsatz (Verbrauch von Kohlenhydraten) des Körpers vom Wasserhaushalt und von der zugeführten Kaliummenge abhängig ist. Das bedeutet: Wer vor den langen Trainingseinheiten reichlich kaliumhaltige Nahrungsmittel wie Aprikosen - insbes. getrocknet -, Bananen, Weizenkeime, Kartoffeln, Bambussprossen, Blumenkohl, Erbsen, Mais, Bohnen, Spinat, Brokoli isst, hält sein Tempo länger durch, als jemand der ausschließlich Kohlenhydrate aufgenommen hat (Nudeln, Reis, Haushaltszucker u. ä.) Wer bei Belastung zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, baut seine Kohlenhydratreserven (Glykogendepots) schneller ab, als bei regelmäßiger Flüssigkeitsaufnahme. Wie lässt sich der Hungerast vermeiden? Vor der langen Trainings: Eine ausreichende Regenerations-/ Erholungsphase einhalten (z.B. 2 Tage ohne Training) und dem Körper viele Kohlenhydrate zuführen, zusätzlich kaliumreichen Nahrungsmittel konsumieren. Während der Fahrt: Das eigene Tempo fahren (auf den Pulsbereich achten!) - egal wie schnell die Anderen losfahren - denn eine alte Weisheit besagt: "Sekunden, die man am Anfang gewinnt, sind Minuten (evtl. Stunden), die man am Ende verliert". Regelmäßig trinken!! Kohlenhydrate zuführen durch Essen (z.B. Bananen) oder in flüssiger Form (z.B. Wasser mit Maltodextrin). Man sollte das beim Training schon ausprobiert haben "trainieren", ob der Körper das verträgt.

 


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