| Finckensteinallee | Die derzeit geschlossene Schwimmhalle in der Finckensteinallee in Berlin-Lichterfelde ist eigentlich das "Kronjuwel" des Süd-West-Berliner Schwimmsports. Alle Zehlendorfer und Steglitzer Vereine warten bereits sehnsüchtig auf die Sanierung und Wiedereröffnung. In den vergangenen Jahren haben die fehlenden Trainingsmöglichkeiten stark an der Substanz und der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Vereine gezehrt. Die Nachfrage nach Schwimmangeboten ist riesig. Der Schulsport leidet ebenfalls gewaltig unter den langen Fahrtstrecken zu Ausweichhallen. Im folgenden gibt es ein paar Hintergrundinformationen zu unserer "Fincke":
Die Schwimmhalle Finckensteinallee, zu den Olympischen Spielen 1936 geplant, wurde zum Jahresende 1938 nach einer zweijährigen Bauzeit fertiggestellt. Sie ist bis heute ein Bad der Superlative – was die Ausmaße angeht. Das Becken ist zwischen 2,50 und über 5m tief. Etwa fünf Millionen Liter Wasser passen hinein, viel mehr als in andere Schwimmbecken. Ein Beleuchtungssystem und Beobachtungsfenster wurden schon 1938 eingebaut und der Eingang wird von Granitfiguren bewacht. Das Becken ist 50m lang und 25m. Man koennte problemlos zwanzig 25m Bahnen quer abtrennen. Bei einer Belegung von rund 8-10 Schwimmern pro Bahn kommt man auf 160-200 Schwimmer pro Trainingseinheit. Allerdings sind all diese Superlative genau das Problem der Fincke. Der Unterhalt ist entsprechend kostspielig. Nach der Sanierung wird das Becken wohl durchgehend 2m tief (vielleicht mit einem kleinen flachen und tiefen Bereich) sein. Die Sprungtürme wird es dann aber nicht mehr geben. Wir werden es alle noch erleben. Z88 wird hier stetig darüber berichten. |