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Energiespeicher

Der Muskel verbraucht bei mechanischer Arbeit Energie, die er über die Verbrennung energiereicher Substrate gewinnt. Diese Substrate können unmittelbar in der Muskelzelle in Form von Glykogen- bzw. Triglyceridtropfen gespeichert vorliegen, oder sie werden auf dem Blutweg aus dem Glykogendepot der Leber bzw. des subkutanen Fettgewebe an die arbeitenden Muskeln herantransportiert. Durch das GA-Training kommt es je nach Dauer und Intensität zu einer Entlehrung der Energiespeicher (s.Energiebereitstellung). Bei regelmäßigem Ausdauertraining kommt es durch die ständige Entleerung und nachfolgender Wiederauffüllung über die sogenannte Superkompensation zu einer Vermehrung der Energiespeicher. Dabei dauert es nach vollständiger Glykogenentleerung ca. 48h, bis das Eingangsniveau wieder erreicht wird. Durch die Superkompensation kann die Glykogenzunahme in Muskeln und Leber auf das Doppelte erhöht werden. Je höher die initialen Glykogenvorräte sind, desto größer ist die Fähigkeit, bei hoher Intensität Arbeit zu leisten. Glukose und Fettsäuren (FFS) tragen in Abhängigkeit von der Intensität, Umfang und Grad der Trainingseinheit in unterschiedlichem Masse zur Energiebereitstellung bei. Bei Belastungen > 95% der max. Sauerstoffaufnahme wird ausschließlich Glukose verbrannt; bei 30-50% der max. Sauerstoffaufnahme beträgt der Glukoseanteil 40-50%; erst unter extremer Ausdauerbelastung kommt es zu einem Anteil des Fettumsatzes von annähernd 90% (wobei ein echter Kohlenhydratmangel vorliegt). Die Ausdauerfähigkeit im höheren Intensitätsbereich wird auch durch die Fähigkeit bestimmt, bei gehobener Belastungsintensität freie Fettsäuren (FFS) verstoffwechseln zu können. Neben der Erhöhung der Energiespeicher und der Ökonomisierung des Glykogenverbrauchs durch eine verbesserte FFS-Oxydation wird im ausdauertrainiertem Muskel auch der Myoglobingehalt angehoben.

 


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