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Begriff Definition
Kohlenhydrate

Etwa die Hälfte des täglichen Energiebedarfs sollte durch Kohlenhydrate gedeckt werden. Eine überhöhte Kohlehydratzufuhr wird vom Körper als Fett gelagert. Kohlehydrate sind in Brot, Kartoffeln, Reis und Teigwaren enthalten. Aber auch in Obst, Gemüse und Salat.

Kohlenhydrate dienen dem Körper als leicht verfügbare Energiequelle. Ein Gramm Kohlenhydrate liefert dem Körper 4,1 kcal oder 17,2 kJ. Sie verstecken sich in der Nahrung hinter folgenden Namen: · Monosaccharide (=Einfachzucker) wie Glucose, Fruktose oder Galaktose (zu finden z.B. in Obst und Honig)· Disaccharide (=Zweifachzucker) wie Laktose, Maltose, oder Saccharose (z.B. in Milch, Bier oder üblicher Haushaltszucker)· Polysaccharide (=Vielfachzucker) wie Stärke oder Glykogen (z.B. in Kartoffeln oder Fleisch) .
Die Unterteilung zeigt, dass Kohlenhydrate nur ein anderes Wort für Zucker ist. Die Einfach- und Zweifachzucker liefern praktisch sofort Energie und sind aus diesem Grund für Diabetiker gefährlich, da sie den Blutzuckerspiegel sofort erhöhen. Vielfachzucker müssen für die Verwertung erst aufgespalten werden. Aus diesem Grund erfolgt die Energiefreisetzung zeitversetzt.
Die von der World Health Organisation (WHO) ausgegebene Gesamtenergiezufuhr beträgt für Kohlenhydrate 50-55% pro Tag. Empfohlen wird eine Zufuhr von 5-6 g Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht (entspricht dem Normalgewicht). Kohlenhydrate sind vor allen Dingen zu finden in Getreide und Getreideprodukten, wie Brot, Müsli, Reis, Nudeln, Kartoffeln oder Haferflocken. Werden jedoch zu viele Kohlenhydrate zugeführt, kann die Energie nicht mehr in der Leber und den Muskelzellen gespeichert werden. Der Rest wird dann in Fett umgewandelt. Reiner weißer Zucker, Weißbrot oder Kuchen decken den Energiebedarf des Körpers nicht, da sie außer Kalorien nichts enthalten (= leere Nahrungsmittel). Der Körper bekommt zwar Energie, aber die lebensnotwendigen Baustoffe wie Vitamine und Mineralien müssen aus Reserverspeichern des Körpers genommen werden. Auf Dauer entsteht so ein Mangelzustand.

 
Kondition

Die Kondition wird bestimmt durch die Ausprägung der motorischen Eigenschaften Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination. Eine gute allgemeine Kondition ist gekennzeichnet durch ein möglichst hohes und gleichmäßiges Entwicklungsniveau aller motorischer Eigenschaften. Ein hoher spezieller konditioneller Zustand zeichnet sich durch ein hohes Ausbildungsniveau der für eine bestimmte Sportart leistungsbestimmenden motorischen Eigenschaften aus

 
Koordinationstraining

Koordinationstraining bezeichnet eine Trainingsform zur Verbesserung der allgemeinen und sportartspezifischen  Koordination...

Koordinative Fähigkeiten können mit koordinativ anspruchsvollen Übungsformen, d.h. mit neuen, ungewohnten, komplizierten, variations- und kombinationsreichen Bewegungsabläufen, ausgeprägt und trainiert werden. Vor allem die Sportspiele bieten viele Möglichkeiten zum Training koordinativer Fähigkeiten. Die allgemeine Koordinationsfähigkeit kann aber auch gezielt entwickelt werden, indem man einzelne Komponenten der Koordination schult (z.B. Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit).

Da der Koordinationsanspruch in Abhängigkeit von der Sportart sehr unterschiedlich sein kann, muss die Koordinationsleistung in Verbindung mit der sportartspezifischen Technik ausgeprägt und trainiert werden. In der Phase, in der das Techniktraining noch durch ständiges Erlernen und Fortentwickeln gekennzeichnet ist, findet eine parallele Entwicklung der Technik und der koordinativen Fähigkeiten statt, so dass kein gesondertes Training erforderlich wird. Auf der Grundlage beherrschter Techniken werden leistungsbestimmende Details koordinativer Fähigkeiten zum eigenständigen Trainingsinhalt.

 
Krampf

Die unwillkürliche schmerzhafte Kontraktion oder Teilkontraktion eines Muskels zeichnet das typische Bild eines Muskelkrampfes ...

Muskelkrämpfe während oder nach sportlichen Belastungen, beispielsweise im Wadenbereich, sind häufig auf eine lokale Sauerstoffmangelversorgung zurückzuführen, die durch Flüssigkeitsverlust, besonders bei sportlichen Aktivitäten in warmer Umgebung, verursacht wird. Intensive exzentrische Muskelbelastung oder bestehender Magnesiummangel stellen weitere Ursachen von Muskelkrämpfen dar. Faktoren, die die Durchblutung beeinträchtigen, beispielsweise eng sitzende Socken oder Schuhe, können ebenfalls krampfauslösend wirken.

Zur Vorbeugung gegen Muskelkrämpfe sollte auf gründliches Aufwärmen, langsames Steigern der Belastung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und angepasste Ausrüstung geachtet werden. Ist ein Krampf aufgetreten, sollte die sportliche Aktivität unterbrochen werden. Durch Massage oder Dehnung des betreffenden Muskels kann ein Muskelkrampf in der Regel gelöst werden. Treten Muskelkrämpfe sehr häufig auf, sollten eventuelle spezifische Ursachen durch eine ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden.

 
Laktat

Milchsäure, auch als Laktat bezeichnet, ist ein Stoffwechselprodukt des menschlichen Körpers, das zu Beginn jeder Bewegung und bei intensiver körperlicher Belastung entsteht ...

Entstehung der Milchsäure
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Energie für die körperliche Arbeit bereitzustellen. Bei geringen bis mäßigen Belastungen werden Fette und Kohlenhydrate als Brennstoffe für die Energiebereitstellung genutzt. Da für diese Form der Energiegewinnung Sauerstoff erforderlich ist, spricht man von aerober Energiegewinnung. Bei höheren Belastungen muss eine große Energiemenge in kurzer Zeit produziert werden. Da die Sauerstoffzufuhr dazu nicht ausreicht, muss die Energie ohne Sauerstoff bereitgestellt werden. Diesen Prozess bezeichnet man als anaerob. Als Abfallprodukt des anaeroben Stoffwechsels entsteht Milchsäure.

Übersäuerung
Zum Abtransport muss die im Muskel entstandene Milchsäure zu Kohlendioxid und Wasser verstoffwechselt werden. Da dieser Vorgang langsamer verläuft als die Milchsäureproduktion, sammelt sich bei intensiven Belastungen Milchsäure im Muskel an. Man nennt diesen Zustand Übersäuerung.

Milchsäurekonzentration
In der Ruhesituation beträgt die Milchsäurekonzentration 0,5 - 1 mmol/l Blut oder 4 - 10 mg pro 100 ml Blut. Bei stark arbeitender Muskulatur ist ein Anstieg auf 20 mmol/l Blut oder über 200 mg pro 100ml Blut möglich. Durch den Anstieg der Milchsäure sinkt der ph-Wert des Blutes (Normalwert: 7,38 - 7,42). Ein Anstieg des Laktatwertes führt zu einer verminderten Leistungsfähigkeit bzw. zum Arbeitsabbruch. Bis zu einem ph-Wert von 6,8 - 6,9 im Blut und 6,0 in der arbeitenden Muskulatur kann der Körper seine Leistungsfähigkeit aufrechterhalten.

Bestimmung der Milchsäurekonzentration
Die Milchsäure- bzw. Laktatkonzentration kann bestimmt werden, indem man einen Bluttropfen aus dem Ohrläppchen entnimmt und chemisch analysiert. Durch die Bestimmung der Milchsäurekonzentration kann die Belastungsintensität und die aktuelle Leistungsfähigkeit des Sportlers beurteilt werden. Die Bestimmung der Laktatkonzentration lässt sich zur Kontrolle und Gestaltung eines Trainingsprogramms nutzen.

Aerob-anaerob-Schwelle
Durch körperliche Belastung, bei individuell unterschiedlicher Belastungsintensität, übersteigt die Milchsäurekonzentration einen Wert von 2 mmol/l. Diesen Wert bezeichnet man als aerobe Schwelle. Unterhalb dieser Schwelle erfolgt die Energiebereitstellung überwiegend mit ausreichender Sauerstoffzufuhr (aerob). Bei einer Milchsäurekonzentration von 2 mmol/l - 4 mmol/l liegt der Übergangsbereich von der aeroben zur anaeroben Energiegewinnung. Eine Milchsäurekonzentration von mehr als 4 mmol/l bezeichnet man als anaerobe Schwelle. Die Energiegewinnung erfolgt hier fast ausschließlich mit unzureichender Sauerstoffzufuhr (anaerob).

 
Leistungsdiagnostik

Die komplexe sportartspezifische Leistungsdiagnostik (KLD) beinhaltet eine mehrdimensionale Bewertung der Leistungsvoraussetzungen des Athleten und integriert unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen (Trainingswissenschaft, Sportmedizin, Biomechanik). Ein entscheidendes Kriterium besteht darin, dass die Sportler in Bewegungsabläufen getestet werden, die spezifisch für Training und Wettkampf sind. Während der Testbelastung werden leistungsrelevante biologische und biomechanische Messgrößen erfasst. Das Ziel der KLD ist die Beurteilung des aktuellen Leistungszustands, die Erfassung der Anpassung leistungsrelevanter Funktionssysteme und die Überprüfung der Wirksamkeit des Trainings im langfristigen Leistungsaufbau. Die Trainingssteuerung stützt sich wesentlich auf die komplexen sportartspezifischen Leistungsprüfverfahren.

 
Maximalkraft

Man unterscheidet statische und dynamische Maximalkraft. Die statische Maximalkraft ist die höchste Kraft, die bei maximaler willkürlicher Kontraktion gegen einen unüberwindlichen Widerstand erzeugt werden kann. Die dynamische Maximalkraft entspricht der höchsten Kraft, die bei willkürlichen Kontraktionen innerhalb eines Bewegungsablaufes realisiert werden kann.

 


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