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| Begriff | Definition |
| Anaerobes Training | Unser Körper greift auf anaerobe Energiebereitstellung zurück, wenn er kurzfristig eine hohe Leistung vollbringen muss. Die Verwertung der Energiereserven erfolgt dann ohne Sauerstoff (an-aerob = ohne Luft). Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn wir ein Gewicht hochstemmen müssen. Bei länger andauenden Belastungen wie einem schnellen Lauf (z.B. 400 m-Lauf) wird vermehrt Milchsäure (Laktat) in den Muskeln gebildet. Dies führt schließlich zu einer Übermüdung des Muskels und Abbruch des Laufes. Bei Ausdauertraining sollte daher das Tempo so gewählt werden, dass es nicht zu schnell ist und keine Übersäuerung stattfindet. Anaerobes Training ist auch nur bei einer guten Grundlagenausdauer sinnvoll und leistungssteigernd. |
| Aquathlon | Siehe Swim & Run. |
| ATP | Adenosintriphosphat (ATP) ist ein körpereigenes energiereiches Phosphat. ATP ist der einzige Energielieferant, welchen der Muskel direkt gebrauchen kann. Alle anderen Energieresourcen (wie zum Beispiel Creatinphosphat, Glykogen, Fettsäuren) können den Muskel nicht direkt mit Energie versorgen. Dazu weren sie aufgespalten und ihre Energie dafür verwendet, das energieärmere Adenosindiphosphat (ADP) zu ATP umzuwandeln oder gleich ATP entstehen zu lassen. Jede muskuläre Bewegung ist erst durch ATP möglich. |
| Ausdauer | Ausdauer ist die Fähigkeit, eine sportliche Anforderung ohne Ermüdung möglichst lange durchzuführen sowie einem ermüdungsbedingten Abbruch der sportlichen Anforderung möglichst lange zu widerstehen. Allgemeine und lokale Ausdauer Unter dem Aspekt der beteiligten Muskulatur unterscheidet man die allgemeine und die lokale Ausdauer. Die allgemeine Ausdauer umfasst die Ausdauerfähigkeit bei sportlichen Belastungen, die mehr 1/7 bis 1/6 der gesamten Muskulatur beanspruchen. Die lokale Ausdauer beinhaltet die Beteiligung von weniger als 1/7 bis 1/6 der Gesamtmuskelmasse. Allgemeine und spezielle Ausdauer Die allgemeine Ausdauer ist eine sportartunabhängige Form der Ausdauer - sie wird auch als Grundlagenausdauer bezeichnet (Herz-Kreislauf-Kapazität). Die spezielle Ausdauer bezeichnet eine sportartspezifische Form der Ausdauer und ist vergleichbar mit der lokalen Ausdauer. Die Bezeichnungen spezielle Ausdauer und lokale Ausdauer werden zum Teil synonym verwendet. Aerobe und anaerobe Ausdauer Unter dem Aspekt der muskulären Energiebereitstellung unterteilt man in aerobe und anaerobe Ausdauer. Steht Sauerstoff in ausreichender Menge zur oxydativen Verbrennung der Energieträger zur Verfügung, spricht man von aerober Ausdauer. Ist die Sauerstoffzufuhr auf Grund hoher Belastungsintensität unzureichend, wird die Energie unter dem Eingehen einer Sauerstoffschuld bereitgestellt. In diesem Fall spricht man von anaerober Ausdauer. In der Sportpraxis kommt es meist zu einem kombinierten Auftreten beider Formen. Kurz-, Mittel-, Langzeitausdauer Unter dem Aspekt der Zeitdauer unterteilt man in Kurz-, Mittel- und Langzeitausdauer. Die Kurzzeitausdauer umfasst Belastungen von 45 Sekunden bis 2 Minuten mit überwiegend anaerober Energiebereitstellung. Die Mittelzeitausdauer entspricht einer Belastung von 2 bis 8 Minuten mit zunehmender aerober Energiegewinnung. Die Langzeitausdauer beinhaltet Belastungen über 8 Minuten mit fast ausschließlich aerober Energiebereitstellung. Die Energieversorgung erfolgt bei Ausdauerbelastungen durch das Zusammenwirken von Glukosestoffwechsel und Fettstoffwechsel. Hierbei nimmt mit steigender Belastungsdauer der Anteil des Fettstoffwechsels zu, während der Glukosestoffwechsel reduziert wird. Dynamische und statische Ausdauer Die dynamische Ausdauer bezieht sich auf die Ausdauerfähigkeit bei Bewegungen. Die statische Ausdauer umfasst die Ausdauerfähigkeit bei gehaltenen Übungen. |
| Ausdauertraining | Ausdauertraining bezeichnet eine Trainingsform zur Verbesserung der allgemeinen und der speziellen Ausdauer. Methoden des Ausdauertrainings Zur Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit haben sich unterschiedliche Ausdauertrainingsmethoden entwickelt: Dauermethode, Intervallmethode, Wettkampf- und Kontrollmethode, Wiederholungsmethode. Dauermethode Die am häufigsten verwendete Methode zur Entwicklung der Grundlagenausdauer und der speziellen Ausdauer ist die Dauermethode mit kontinuierlicher Geschwindigkeit. Hierbei wird eine bestimmte Strecke in einer festgesetzten Zeit absolviert. Bei der Dauermethode mit wechselnder Geschwindigkeit unterscheidet man die Wechselmethode und das sogenannte Fahrtspiel. Bei der Wechselmethode wird die Gesamtdistanz in kürzere und längere Teilabschnitte gegliedert, wobei die kürzeren Abschnitte mit höherer Intensität zurückgelegt werden. Inhalte des Fahrtspiels sind geländeabhängig. Beispiele sind Hügelsprints, Koordinationsläufe auf leicht abfallendem Gelände, Tempowechsel in ansteigendem Gelände und Tempowechsel mit längeren Abschnitten im Dauerlauftempo. Intervallmethode Jedes Intervalltraining stellt eine Kombination aus Belastungs- und Erholungsphasen dar. Man unterscheidet extensives und intensives Intervalltraining. Das extensive Intervalltraining ist gekennzeichnet durch einen hohen Umfang und relativ geringe Intensität, das intensive Intervalltraining durch relativ geringen Umfang und hohe Intensität. Intensität und Umfang bestimmen sich durch die Länge der Teilstrecken, die Geschwindigkeit der Streckenbewältigung, die Anzahl der Wiederholungen und Serien und die Pausenlänge bzw. -gestaltung. Kennzeichen eines Intervalltrainings ist das Prinzip der lohnenden und aktiven Pause. Wettkampf- und Kontrollmethode Die Methode dient der Entwicklung der wettkampfspezifischen Ausdauer und der Leistungsdiagnostik. Folgende Durchführungsvarianten sind möglich: Wettkampfgeschwindigkeit oder eine definiert langsamere Geschwindigkeit (90 oder 95%), schneller als Wettkampfgeschwindigkeit, mit jeweils höchster Geschwindigkeit auf Teilstrecken der Wettkampfstrecke, mit höchster Geschwindigkeit. Wiederholungsmethode Bei der Wiederholungsmethode wird meist mit einer Geschwindigkeit trainiert, die höher als die Wettkampfgeschwindigkeit liegt. Dabei werden wettkampfspezifische Teilanforderungen innerhalb einer Trainingseinheit mehrfach wiederholt. |
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