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| Begriff | Definition |
| Übertraining | Unter Übertraining versteht man ein Ermüdungszustand, der sich durch eine normale Erholung nicht mehr beseitigen lässt. Das Übertraining ist die Folge eines Ungleichgewichtes zwischen Belastung und Erholung/ Regeneration. Bei zu starken bzw. sehr häufig wiederholten Belastungen wird die Anpassungsfähigkeit des Körpers überfordert; die Trainingsreize können nicht mehr "verdaut" werden und der Körper wird, anstatt stärker, immer schwächer. Nach einiger Zeit ist man sogar bei leichten Trainingseinheiten überfordert. Wir unterscheiden drei Arten des Übertrainings Die erste Art kommt nach zu starken intensiven Belastungen (vor allem bei Sprintern und Mittelstreckenläufern). Man kann sie mit dem Zustand vergleichen, der auftritt, wenn man zu viel Kaffee getrunken hat: man ist aufgeregt und zittrig, nimmt ab, kann nicht gut schlafen, hat keinen Hunger und ein Gefühl innerer Unruhe. Der Ruhepuls ist in der Regel erhöht. Die zweite Art des Übertrainings findet man häufiger bei Langstreckenathleten. Sie kommt bei sehr ausgedehnten Ausdauerbelastungen bzw. bei einer plötzlichen Erhöhung des Trainingspensums und ist genau das Gegenteil von der Ersten: man fühlt sich müde, hat einen übermäßiges Schlafbedürfnis und sehr starken Hunger, kann sich schlecht konzentrieren und hat einen reduzierten Elan. Der Ruhepuls ist in der Regel reduziert. Beide Formen des Übertrainings sind von psychischen Beschwerden begleitet (Anspannung, Ärger, depressive Stimmung, Konzentrationsschwäche). Häufig kommt eine gesteigerte Infektesanfälligkeit vor, die sich als häufige Erkältungen und Halsschmerzen manifestiert. Fast immer treten beschwerden der Muskulatur wie z.B. Muskelverhärtungen auf bzw. man verletzt sich. Die dritte Art des Übertraining kann auch durch andere Faktoren verursacht werden, welche die Anpassungsfähigkeit des Körpers negativ beeinflussen: Schlafmangel, Ernährungsdefizite, zusätzlicher beruflicher oder privater Stress, schwere klimatische Bedingungen. Ein Übertraining sollte man nicht mit der vorübergehenden Ermüdung nach harten Trainingsbelastungen verwechseln. Für das Auftreten eines Übertrainings ist eine anhaltende Überbelastung über mehrere Tage bzw. Wochen notwendig. Behandlung des Übertrainingszustand Sofortigen Reduzierung des Trainingspensums und der Trainingsintensität, ausreichend Ruhe und Schlaf, und Vermeiden von zusätzlichen Stressfaktoren. Man sollte gleichzeitig alle Faktoren überprüfen, die zu dem Übertraining geführt haben: Trainingsprogramm, Diät, Lebensstil, Erholung. |
| Vitamine | Wie die Mineralien und Spurenelemente sind auch die Vitamine lebensnotwendige (essenzielle) Substanzen, die der Körper nicht selbstständig bilden kann und die ihm deshalb ständig zugeführt werden müssen. Verschiedene Vitamine übernehmen jeweils spezielle Funktionen im Organismus. So beeinflussen sie z.B. die Umwandlung von Nahrung in Energie, den Aufbau von Körpergewebe, das Immunsystem, die Bildung von Hormonen, die Entgiftung des Körpers und die Enzyme, die bei allen möglichen Lebensprozessen beteiligt sind. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts sind Mediziner durch Erforschung der Mangelerkrankungen den Vitaminen auf die Spur gekommen. Der Name Vitamin setzt sich zusammen aus den lateinischen Begriffen vita (Leben) und amin, was auf die chemische Struktur – eine organische Stickstoffverbindung – verweist. Die ersten untersuchten Vitamine waren solche Verbindungen; die meisten Vitamine jedoch, die erst später entdeckt wurden, gehören zu anderen Stoffklassen wie beispielsweise den Säuren. Die Bezeichnung geht zurück auf den polnisch-amerikanischen Biochemiker Casimir Funk, der sie 1912 prägte. |
| VO2 max | Die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2 max) gilt in der Trainingswissenschaft als das Brutto-Kriterium der Ausdauerleistungsfähigkeit. Es wird eine absolute und eine relative Sauerstoffaufnahme unterschieden. Die absolute VO2 gibt an, wie viel O2 pro Minute vom Körper umgesetzt werden kann, während die relative VO2 jenen Wert noch einmal durch das Körpergewicht des Sportlers dividiert. Dies ist notwendig, da ein 60kg schwerer Läufer niemals die gleiche Sauerstoffmenge umsetzen kann wie ein 95kg schwerer Ruderer. Spitzenwerte von Weltklasse Athleten liegen bei über 6l/min bei Weltklasse Ruderern bzw. 85 ml O2/min x kg bei Läufern, Skilangläufern, etc…. Zum Vergleich, die Sauerstoffaufnahme eines gesunden 30-jährigen beträgt etwa 3,5 l/min bzw. 45 O2/minxkg, 2,5 l/min bzw. 38 ml O2/minxkg.bei Frauen gleichen Alters. |
| Wiederholungsmethode | Die Wiederholungsmethode ist eine Trainingsform, bei der mit sehr hohen Intensitäten(90-100%) trainiert wird. Dies ist nur durch lange und vollständige Pausen möglich. |
| Yoga | Yoga ist eine indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen wie Asanas, Pranayama, Yama, Niyama, Kriyas, Meditation und/oder Askese umfasst. Der Begriff "Yoga" (Sanskrit, m., ???, yoga, von yuga „Joch“, yui für: „zusammenbinden, anspannen, anschirren, anjochen“) kann sowohl als „Vereinigung“ oder „Integration“ als auch im Sinne von "Anschirren" und "Anspannen" des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration verstanden werden. Wie das geschehen soll, darin unterscheiden sich die verschiedenen Richtungen erheblich voneinander. |
| Zelle | Die kleinsten Baueinheiten aller menschlichen, tierischen, pflanzlichen und auch bakteriellen Lebewesen sind die Zellen. Zellen sind selbstständig lebende Funktionseinheiten mit der Fähigkeit sich zu teilen. Man unterscheidet die so genannten Einzeller, d. h. Lebewesen mit nur einer Zelle – Bakterien und Blaualgen – und Vielzeller, d. h. Lebewesen mit einer hohen Zahl an Zellen und Zelltypen – Pflanzen, Tiere und Menschen. Die Anzahl der im menschlichen Körper vorhandenen Zellen liegt bei ca. 100.000 Billionen, die Zellgröße schwankt zwischen 5 Mm und 150 Mm (1 Mm = 0,000001 m). Nervenzellen können mit ihren Fortsätzen vom Gehirn bis zum Rückenmark sogar eine Länge von bis zu 1 m erreichen. Auch die Form der Zellen ist nicht immer identisch. Nervenzellen sind stark verästelt, Eizellen eher rund, Muskelzellen spindelförmig und faserig, andere Zellen wiederum kubisch, platt oder zylindrisch. Mikroskopisch lässt sich bei jeder Zelle ein Grundbauplan erkennen, der aus Zellmembran (= Plasmalemm), Zytoplasma (= flüssiger Zellleib), Nucleus ( = Zellkern) und Zellorganellen (= kleine „Organe“) besteht. |
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