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| Begriff | Definition |
| Sehnen | Bei Kontraktion des Muskels wird der einsetzende Muskelzug federnd auf den Knochen übertragen. Diese Kraftübertragung erfolgt durch die Sehnen. Dabei ist die Sehne nicht nur der weiße Strang, der an den Muskelenden sichtbar ist, sondern sie setzt sich auch in das Innere des Muskels fort und verbindet sich dort mit dem Bindegewebe. Die Muskelfaserenden sind dabei fingerförmig geformt und mit feinen Fortsetzungen in dem Anfangsteil der Sehnen verbunden. Dadurch lässt sich die große Festigkeit zwischen Sehne und Muskel erklären. Länge und Kaliber der Sehne wechseln stark, die Kraft des Muskels und die Dicke seiner Sehne sind so aufeinander abgestimmt, dass der Muskel auch bei ruckartiger Kontraktion seine Sehne nicht zerreißen kann. Wenn dieses doch geschieht, so muss man annehmen, dass schon vorher ein Schaden an der Sehne bestand. Andererseits können natürlich auch gesunde Sehnen bei übermäßig passiven Belastungen wie z. B. Stürzen oder Verdrehtraumata, abhängig von der einwirkenden Kraft, reißen. Dabei kommt es dann entweder zu einem Riss der Sehne direkt oder zu einem knöchernen Herausbrechen der Sehne am Ansatz. Sehnen können rundlich, flach, oval oder flächenförmig sein. Flächenhaft ausgebreitete Sehnen heißen Aponeurosen, sie kommen z. B. bei den flachen Bauchmuskeln vor. |
| Sehnenscheiden | Viele Sehnen werden von so genannten "Sehnenscheiden" (=zwei schichtigen Bindegewebsröhren) umgeben. Diese Sehnenscheiden sind im Gewebe fest verankert, halten somit die Sehne in ihrer Lage und sind in ihrem Inneren mit einer Zellschicht ausgekleidet, die das Gleiten der Sehne erleichtern soll. Diese Zell- oder Gleitschicht produziert Gleitflüssigkeit (=Synovia). Sehnenscheiden sind zur Reibungsminderung an den Stellen angeordnet, an denen Sehnen aus dem geraden Verlauf durch Knochen oder zurückhaltende Bänder abgelenkt werden, z. B. im Hand- und Fußbereich. Bei übermäßiger Beanspruchung entzünden sie sich leicht und es kommt zu einer Sehnenscheidenentzündung oder Tendovaginitis. |
| Seitenstiche | Bei ungewohnter körperlicher Belastung können rechts- oder linksseitig unterhalb des Rippenbogens stechende Schmerzen auftreten ... Ursache von Seitenstichen |
| Sportgetränke | Sportgetränke sollten den durch Körperschweiß entstandenen Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen ausgleichen. Ein optimales Sportgetränk muss vor allem Kohlenhydrate, um dem Leistungsabfall vorzubeugen und Natrium zur Verfügung stellen. Um topfit zu sein, werden Freizeitsportlern meist Sportgetränke mit vielversprechenden Namen angeboten. Das Marktangebot ist vielseitig und wenig übersichtlich. Speziell für Leistungssportler entwickelte isotonische Sportgetränke erfüllen meist die Voraussetzungen für ein ideales Sportgetränk. Nach Angaben von Experten bieten sie jedoch Breitensportlern im Vergleich zur Saftschorle keine zusätzlichen Vorteile. Empfehlenswert sind Fruchtsaftschorlen, z.B. Apfelsaftschorlen. Die Äpfel liefern Kalium für Nerven und Muskeln, das Mineralwasser liefert Magnesium und Kalzium. Das natriumreiche Mineralwasser sollte im Verhältnis 1:1 oder 1:2 mit dem Saft, am besten Direktsaft gemischt werden. Reine Fruchtsäfte, Limonaden und Colagetränke sind in der Regel hyperton und kein ideales Sportgetränk. |
| Stretching | Zu jedem guten Trainingsplan gehört das abschließende Dehnen der Muskulatur, auch Stretching genannt. Dabei werden die trainierten und damit zur Verkürzung neigenden Muskeln wieder gestreckt und gedehnt. Dies hat neben einem kleinen ästethischen Effekt auch eine erholsame Wirkung. Gedehnte Muskeln sind elastischer, geschmeidiger und beweglicher. Desweiteren werden die Gelenke beweglich gehalten. Vom früher bekannten Wippen und damit kurzzeitigen Überdehnung der Muskulatur sollte im Freizeitsport Abstand genommen werden. In Fitness-Studios wird heutzutage vielfach das passiv-statische Stretching vertreten, unter Zuhilfenahme von entsprechenden Geräten. Hierbei sollte die Dehnung ca. 10-20 Sekunden gehalten und dann gelöst werden. Dies kann zwei bis drei Mal wiederholt werden. Gedehnt werden sollten aber nur Muskeln in warmen Zustand, d.h. nach der Aufwärmung zur Vorbereitung auf ein Krafttraining oder als Abschlussübung zum entspannen. Jede Bewegung beim Dehnen sollte langsam und vorsichtig durchgeführt werden. Es sollte in jedem Fall auf regelmäßiges Atmen geachtet werden. |
| Superkompensation | Superkompensation ist die Beschreibung von trainingsbedingten Veränderung des Energie- Stoffwechsel, vor allem des Niveau der energiereichen (Kreatin-)Phosphat- und des Zuckerspeichers. Die Superkompensation ist ein durch das Ausdauertraining hervorgerufener Effekt / Mechanismus, welcher die Speicherkapazität der Energie erhöht. Der Muskel benötigt bei der Arbeit Energie, die er über die Verbrennung energiereicher Substrate gewinnt. Diese Substrate können unmittelbar in der Muskelzelle in Form von Glykogen oder Triglyceridtropfen gespeichert vorliegen, oder über den Blutweg aus den Glykosedepots der Leber bzw. des subkutanen Fettgewebes heran transportiert werden. Der Organismus kompensiert nach dem Training durch die Nahrungsaufnahme die verlorengegangene Energie. Die Superkompensation besagt, dass diese Energiespeicher bei trainingsbedingter Erntleerung und (wichtig) mit anschließender rascher vollständiger Wiederauffüllung erhöht werden können. Im besten Fall kann die Zunahme der Glykogenspeicher bis zu 100% betragen. Die Schnelligkeit der Speicherauffüllung ist abhängig von der sportlichen Verfassung (je besser trainiert desto schneller) dem Maß der Entleerung (wie viel % der Speicher sind entleert) und welche und wie viel Nahrung man aufnimmst. Zudem ist die Fähigkeit auch genetisch Bedingt. Im Gegensatz zu der gängigen Meinung ist nicht das Training was uns leistungsfähiger macht, sondern die Pause danach. Der Organismus benötigt einige Stunden bis Tage um unter anderem auch die Energiespeicher wieder aufzufüllen. Diese Prozesse setzen jedoch voraus, daß man sich nach der Belastung genug ausruht und daß der Körper über die notwendigen Nahrungsmittel (vor allem Eiweiß und Kohlehydraten) verfügt. Wenn das Training aufgegeben oder länger unterbrochen wird, verliert der Körper die Fähigkeit der erhöhten Speicherfähigkeit. |
| Swim & Run | Ein Swim & Run (auch Aquathlon oder Ambathlon) ist ein Ausdauerwettkampf. Er besteht als Mehrkampf aus den Disziplinen Schwimmen und Laufen mit ununterbrochener Zeitnahme. Der Wettkampf beginnt mit Schwimmen. Nach dem Schwimmen werden Laufschuhe angezogen und eventuell Sportkleidung gewechselt. Anschließend geht es direkt zum Lauf über. Normalerweise orientieren sich die Distanzen an den Triathlonwettkämpfen für Volks- und Kurztriathlon (500–750 m Schwimmen, 5 km Laufen oder 1–1,5 km Schwimmen, 10 km Laufen). Aus Australien kommt eine Variante die unter dem Namen Aquathlon in der deutschen Sportordnung geführt wird. Die Reihenfolge hier sind 2,5 km Laufen, 1 km Schwimmen und wieder 2,5 km Laufen. Verwandt ist die nicht ausdauerorientierte Kombinationssportart Biathle (Laufen - Schwimmen - Laufen). Swim & Run und Aquathlon ist in den Triathlonverbänden organisiert. |
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